
Cirrocumulus floccus
© Wetterkurs.ch
Der Name «floccus» (lat. Flocke) beschreibt kleine, bauschige Wolkentürmchen mit einer leicht zerfetzten oder rundlichen Gestalt, die an Wattflocken erinnern. Cirrocumulus floccus besteht aus winzigen, einzeln stehenden Wolkenbällchen in grosser Höhe, die ausschliesslich aus Eiskristallen oder unterkühlten Wassertröpfchen zusammengesetzt sind. Jedes dieser Flöckchen hat eine leicht aufgetürmte Oberseite und kann an der Unterseite Fallstreifen (Virga) aufweisen. Die Elemente sind deutlich kleiner als eine Daumenbreite bei ausgestrecktem Arm und erscheinen oft in unregelmässigen Gruppen am Himmel verteilt. Ihre Präsenz deutet auf Feuchtigkeitszonen und Instabilität in der oberen Troposphäre hin.
Hervorgehoben: alle Gattungen, bei denen floccus vorkommt.
Cirrocumulus floccus deutet auf Instabilität und erhöhte Feuchtigkeit in der oberen Troposphäre hin. Sein Auftreten kann ein frühes Anzeichen für herannahende Frontalstörungen sein, insbesondere wenn die Bewölkung an Dichte und Ausdehnung zunimmt. Die mit den Flöckchen häufig verbundenen Fallstreifen zeigen Sublimation der Eiskristalle in tieferen, trockeneren Luftschichten an. In Kombination mit anderen hohen oder mittelhohen Wolken kann Cirrocumulus floccus auf eine Wetterverschlechterung innerhalb der nächsten 12 bis 24 Stunden hinweisen. Tritt er isoliert und vorübergehend auf, hat er meist keine unmittelbare Auswirkung auf das Bodenwetter.