
Cumulonimbus
© Antonio J. Galindo
Der Name Cumulonimbus setzt sich aus den lateinischen Wörtern «cumulus» (Haufen) und «nimbus» (Regenwolke) zusammen und beschreibt damit eine mächtige, vertikal ausgedehnte Haufenwolke mit starker Niederschlagsaktivität. Die Cumulonimbus ist die imposanteste aller Wolkengattungen und kann sich vom Niveau tiefer Wolken bis zur Tropopause erstrecken, wobei sie vertikale Ausdehnungen von über 12 Kilometern erreichen kann. Sie entsteht durch intensive konvektive Hebung in einer instabilen Atmosphäre und ist mit heftigen Wettererscheinungen wie Starkregen, Hagel, Sturmböen und Gewittern verbunden. Charakteristisch ist ihre ambossförmige Oberseite (Incus), die sich ausbildet, wenn die aufsteigende Luft an der Tropopause horizontal ausströmt. Der untere Teil der Wolke erscheint oft dunkel und bedrohlich, während die Oberseite aus Eiskristallen besteht und ein glattes, faseriges oder streifiges Aussehen annehmen kann.
Hervorgehoben: alle Arten, die bei Cumulonimbus vorkommen.
Die Cumulonimbus ist die bedeutendste Gewitterwolke und steht für die intensivsten konvektiven Wettererscheinungen. Sie erzeugt Starkniederschläge, Hagel, Sturmböen, Tornados und elektrische Entladungen in Form von Blitzen. In tropischen Regionen ist sie der Hauptmotor für den Energietransport in der Atmosphäre und spielt eine zentrale Rolle im globalen Wasserkreislauf. Das Auftreten von Cumulonimbus deutet auf eine stark labile Schichtung der Atmosphäre hin und erfordert besondere Vorsicht im Luft- und Strassenverkehr sowie bei Aufenthalten im Freien. Nach dem Durchzug einer Cumulonimbus-Zelle kommt es typischerweise zu einem raschen Temperaturabfall und einer vorübergehenden Wetterberuhigung.
| Gattungen: | Altocumulus AcAltostratus AsCirrocumulus CcCirrostratus CsCirrus CiCumulonimbus CbCumulus CuNimbostratus NsStratocumulus ScStratus St |
| Unterarten: | calvus Cb calcapillatus Cb cap |