Stratocumulus
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Stratocumulus (lat. stratus = ausgebreitet, cumulus = Haufen) ist eine der häufigsten Wolkenformen weltweit und bedeckt zu jedem Zeitpunkt etwa 20 Prozent der Erdoberfläche. Es handelt sich um eine tiefe Schichtwolke, die aus gerundeten, walzenförmigen oder plattenartigen Elementen aufgebaut ist und in Gruppen, Reihen oder Wellen angeordnet erscheint. Die einzelnen Wolkenelemente sind grau bis weisslich und weisen oft dunklere Partien auf. Stratocumulus entsteht häufig durch das Ausbreiten von Cumulus-Wolken unter einer Inversionsschicht oder durch wellenförmige Hebungsvorgänge in feuchten Luftmassen. Diese Wolkengattung tritt bevorzugt in stabilen, leicht feuchten Luftmassen auf und ist besonders in maritimen Klimazonen und während der kälteren Jahreszeit über dem Festland verbreitet.
Hervorgehoben: alle Arten, die bei Stratocumulus vorkommen.
Stratocumulus ist in der Regel mit stabilen Wetterverhältnissen verbunden und bringt selten nennenswerten Niederschlag, allenfalls leichten Nieselregen oder Schneegriesel. Sein Auftreten deutet auf eine ausgeprägte Temperaturinversion in der unteren Troposphäre hin, die vertikale Konvektion begrenzt. Löst sich die Stratocumulus-Bewölkung im Tagesverlauf auf, kann dies auf zunehmende Labilität und die mögliche Bildung von Cumulus-Wolken hindeuten. In Küstengebieten und über kühlen Meeresströmungen kann Stratocumulus über Tage oder Wochen persistent auftreten und hat durch seine hohe Albedo eine bedeutende kühlende Wirkung auf das Klimasystem. Grossflächiger Stratocumulus im Winter über dem Festland zeigt oft langanhaltende Hochdrucklagen mit trübem, aber niederschlagsfreiem Wetter an.