
Cirrocumulus castellanus
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Der Name «castellanus» (lat. burgähnlich, von castellum - kleine Burg) beschreibt Wolken, die turm- oder zinnenartige Auswüchse aufweisen, die von einer gemeinsamen Basis emporragen. Cirrocumulus castellanus besteht aus kleinen, türmchenförmigen Erhebungen in grosser Höhe, die aus Eiskristallen oder unterkühlten Wassertröpfchen zusammengesetzt sind. Die einzelnen Türmchen sind dabei breiter als ihre gemeinsame horizontale Basis und verleihen der Wolke ein charakteristisches burgzinnenartiges Aussehen. Diese Wolkenform entsteht durch konvektive Instabilität in der oberen Troposphäre, wobei lokal begrenzte Aufwinde die typischen vertikalen Auswüchse erzeugen. Cirrocumulus castellanus ist eine eher seltene Erscheinung und gilt als einer der zuverlässigsten Indikatoren für Labilität in grosser Höhe.
Hervorgehoben: alle Gattungen, bei denen castellanus vorkommt.
Cirrocumulus castellanus ist ein wichtiger Indikator für konvektive Instabilität in der oberen Troposphäre. Sein Auftreten, besonders am Morgen, deutet häufig auf die Entwicklung von Gewittern im Tagesverlauf hin, da die Labilität in der Höhe auf eine generelle Destabilisierung der Atmosphäre hinweist. In Kombination mit Altocumulus castellanus gilt diese Wolkenform als besonders zuverlässiges Warnsignal für bevorstehende konvektive Wettererscheinungen. Die Wolke kann auch ein Vorzeichen für die Annäherung einer Kaltfront oder eines Höhentroges sein, die in den folgenden 12 bis 24 Stunden zu einer Wetterverschlechterung führen können.