Wolkenatlas
Interaktive Übersicht der 10 WMO-Hauptwolkenarten
Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) klassifiziert Wolken in 10 Hauptgattungen (Genera). Diese basieren auf der Höhe ihrer Basis und ihrer Form. Jede Wolkenart hat ihre eigene meteorologische Bedeutung und hilft uns, das Wetter zu verstehen und vorherzusagen.
Wusstest du?
- • Die WMO-Wolkenklassifikation wurde 1896 eingeführt und basiert auf der Arbeit von Luke Howard (1802)
- • Neben den 10 Hauptgattungen gibt es 15 Arten (Species) und 9 Varietäten (Varieties)
- • Wolken bestehen entweder aus Wassertröpfchen, Eiskristallen oder einer Mischung aus beidem
- • Cumulonimbus-Wolken können bis zu 18 km hoch werden und enthalten bis zu 500.000 Tonnen Wasser
Wie Wolken klassifiziert werden
Die WMO ordnet Wolken hierarchisch ein: Jede Wolke gehört zu einer der 10 Gattungen, kann aber zusätzlich durch Art, Varietät und ergänzende Merkmale genauer beschrieben werden. Diese Ebenen bauen aufeinander auf. Daneben gibt es Sonderwolken, die nach ihrer Entstehungsursache benannt werden.
Gattung (Genus)
Die Grundform der Wolke – bestimmt durch Höhe und äusseres Erscheinungsbild. Es gibt genau 10 Gattungen, sie schliessen sich gegenseitig aus (eine Wolke gehört immer zu genau einer).
Beispiel: Cumulus, Cirrus, Stratus, Cumulonimbus
Art (Species)
Beschreibt Form und innere Struktur innerhalb einer Gattung – etwa die vertikale Ausdehnung oder die Umrisse. Jede Wolke hat höchstens eine Art.
Beispiel: Cumulus congestus (aufquellend), Cirrus fibratus (faserig)
Varietät (Variety)
Beschreibt die Anordnung der Wolkenelemente und die Transparenz. Eine Wolke kann mehrere Varietäten gleichzeitig aufweisen.
Beispiel: Stratocumulus undulatus (wellenförmig), Altocumulus translucidus (durchscheinend)
Ergänzende Merkmale & Begleitwolken
Besonderheiten, Anhänge und begleitende Wolken, die zusätzlich auftreten können – oft Hinweise auf besondere Wetterlagen.
Beispiel: Amboss (incus), Zitzen (mamma), Schlauch (tuba) bei Cumulonimbus
Sonderwolken (Special Clouds)
Wolken, die durch besondere, oft örtlich begrenzte Entstehungsursachen gebildet werden – natürlich oder durch menschliche Tätigkeit. Kein Teil der Gattungshierarchie, sondern eine Kennzeichnung des Ursprungs.
Beispiel: Kondensstreifen (homogenitus), Feuerwolke (flammagenitus), Wasserfallwolke (cataractagenitus)
Der vollständige Name einer Wolke setzt diese Ebenen zusammen, z. B. «Stratocumulus stratiformis perlucidus» (Gattung + Art + Varietät).
Arten (Species) und Varietäten nach Gattung
Nicht jede Art oder Varietät kommt bei allen Gattungen vor. Die Tabelle zeigt die Zuordnung gemäss WMO International Cloud Atlas (2017). Klicke auf einen Punkt, um zur Detailseite zu gelangen.
Wolken lesen lernen?
Im Wetterkurs lernst du systematisch alle Wolkengattungen und was sie über das kommende Wetter verraten.








