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Der Name «vertebratus» (lat. wirbelartig, mit Wirbeln versehen) beschreibt die charakteristische Anordnung dieser Cirruswolke, die an eine Wirbelsäule oder ein Fischgrätenmuster erinnert. Die Wolke besteht aus einem zentralen Eisristallband, von dem seitlich faserige Äste abzweigen, ähnlich den Rippen eines Skeletts. Cirrus vertebratus bildet sich in der oberen Troposphäre und besteht ausschliesslich aus Eiskristallen. Diese markante Struktur entsteht durch Windscherung in verschiedenen Höhen, wobei die seitlichen Filamente durch unterschiedliche Windgeschwindigkeiten und -richtungen auseinandergezogen werden. Die Varietät vertebratus ist vergleichsweise selten zu beobachten und zählt zu den visuell eindrucksvollsten Erscheinungsformen der Cirruswolken.
Hervorgehoben: alle Gattungen, bei denen vertebratus vorkommt.
Cirrus vertebratus deutet auf ausgeprägte Windscherung in der oberen Troposphäre hin, bei der sich Windgeschwindigkeit oder Windrichtung mit der Höhe deutlich ändern. Das Auftreten dieser Wolkenform kann auf die Annäherung eines Jetstreams oder einer Frontalzone hinweisen. Als einzelne Erscheinung ist Cirrus vertebratus noch kein sicherer Hinweis auf eine bevorstehende Wetterverschlechterung, doch in Kombination mit zunehmender Cirrusbewölkung kann er eine herannahende Warmfront ankündigen. Die starke Scherung kann zudem auf Turbulenzen in grosser Höhe hindeuten, was für die Luftfahrt relevant ist.