Ferrel-Zelle
Die Ferrel-Zelle ist ein atmosphärisches Zirkulationsmuster, das zwischen der subtropischen und der subpolaren Zone verläuft und für Wetterlagen in mittleren Breiten verantwortlich ist.
Ferrel-Zelle
Die Ferrel-Zelle ist ein wichtiges Konzept in der Meteorologie, das sich auf ein spezifisches Zirkulationsmuster der Atmosphäre bezieht. Diese Zelle ist benannt nach dem Meteorologen William Ferrel, der im 19. Jahrhundert lebte. Die Ferrel-Zelle befindet sich zwischen der subtropischen Zone (ungefähr 30. Breitengrad) und der subpolaren Zone (ungefähr 60. Breitengrad) und spielt eine entscheidende Rolle bei der Wetterlage in den mittleren Breiten.
Definition
Die Ferrel-Zelle ist ein atmosphärisches Zirkulationsmuster, das durch eine Kombination von Luftbewegungen und Druckunterschieden geprägt ist. Sie bewegt sich in einer westlichen Richtung, wenn wir sie aus der Perspektive der Erde betrachten. In der Ferrel-Zelle gibt es zwei Hauptbewegungen:
- Aufsteigende Luft in der Nähe der subpolaren Front, wo kalte und warme Luft aufeinandertreffen.
- Absteigende Luft in der subtropischen Zone, wo die Luft trocken und warm ist.
Diese Bewegungen führen zu einem charakteristischen Muster, das für die Wetterbedingungen in den mittleren Breiten verantwortlich ist.
Wissenschaftliche Bedeutung
Die Ferrel-Zelle ist besonders wichtig, weil sie das Wetter in den mittleren Breiten beeinflusst. Sie ist eng mit der globalen Luftzirkulation verbunden, die in drei Hauptzellen unterteilt werden kann:
- Hadley-Zelle: Befindet sich in den Tropen und beeinflusst das Wetter in den tropischen Regionen.
- Ferrel-Zelle: Liegt zwischen der Hadley-Zelle und der Polarzelle und ist für das Wetter in den gemässigten Zonen verantwortlich.
- Polarzelle: Beeinflusst das Wetter in den polar gelegenen Regionen.
Die Wechselwirkungen zwischen diesen Zellen sind entscheidend für die Bildung von Wetterfronten, Stürmen und Niederschlägen.
Beispiele aus der Meteorologie
Ein konkretes Beispiel für die Auswirkungen der Ferrel-Zelle sind die Westwinde. Diese Winde wehen von den subtropischen Hochdruckgebieten zu den subpolaren Tiefdruckgebieten. Sie sind verantwortlich für die feuchten Luftmassen, die über den Atlantik nach Europa ziehen und dort das Wetter beeinflussen.
Ein weiteres Beispiel sind die Zyklonen, die in der Ferrel-Zelle entstehen. Diese Tiefdruckgebiete bringen oft stürmisches Wetter und Niederschläge mit sich. Wenn sich eine Zyklone bildet, kann sie schnell zu einem starken Sturm anschwellen, was erhebliche Auswirkungen auf das Wetter in den betroffenen Regionen hat.