
Altocumulus asperitas
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Der Name «asperitas» (lat. Rauheit, Unebenheit) beschreibt die wellenartige, zerklüftete Unterseite dieser seltenen Wolkenformation, die an eine aufgewühlte Meeresoberfläche von unten betrachtet erinnert. Asperitas wurde 2017 offiziell von der WMO als neues Zusatzmerkmal (supplementary feature) in den Internationalen Wolkenatlas aufgenommen und ist die erste Neuaufnahme seit 1951. Die Formation tritt meist im Zusammenhang mit Stratocumulus oder Altocumulus auf und zeichnet sich durch ausgeprägte, lokal begrenzte Wellenstrukturen aus. Trotz ihres dramatischen Erscheinungsbildes löst sich Asperitas in der Regel auf, ohne Niederschlag zu bringen.
asperitas ist kein eigenständiger Wolkentyp, sondern ein Ergänzungsmerkmal, das zusätzlich zur Gattungsbezeichnung angegeben wird. Es kann bei folgenden Gattungen auftreten: Ac, Sc.
Asperitas entsteht typischerweise durch starke Windscherung in der Atmosphäre, oft im Zusammenhang mit konvektiven Aktivitäten oder nach dem Durchzug von Gewittern. Die wellenartigen Strukturen deuten auf turbulente Luftströmungen und Instabilitäten in unterschiedlichen atmosphärischen Schichten hin. Obwohl die Formation bedrohlich wirkt, ist sie meteorologisch kein direkter Vorbote von Unwettern, sondern eher Folge bereits stattgefundener atmosphärischer Prozesse. Die Beobachtung von Asperitas ist selten und für Wetterbegeisterte ein besonderes Ereignis. Eine zuverlässige Wetterprognose lässt sich aus dieser Formation allein nicht ableiten.